Der OBR 7 und der Bahnhof

Nach langer Zeit wird der Bahnhof Rödelheim mal wieder im Rahmen der nächsten OBR-Sitzung am 28. Januar 2014 behandelt.

Zum einen geht es um die bessere Funktionsfähigkeit der Aufzüge am Bahnhof. Hierzu wurde vom OBR bereits am 24. September 2013 eine Anregung an den Magistrat formuliert (OM 2503).

Zum anderen soll auf Antrag der CDU die Anlage und Pflege der Grünfläche an der Rampe auf der Ostseite des Bahnhofs behandelt werden (OF 350/7). Ehrlich gesagt ähnelt diese Fläche eher einem Acker als einer Grünfläche … Der OBR will zufällig erfahren haben, dass sich eine Bürgerinitiative dauerhaft um diese Fläche kümmern soll. Ursprünglich sollte dieses aber nur eine Übergangslösung bis zum Herbst des vergangenen Jahres sein. Initiator der Dauer- und Übergangslösung soll gemäß der Angaben des Antragssteller der Magistrat der Stadt Frankfurt sein – und man ist „not amused“ darüber.

Der Durchgang ist wieder offen

Der nördliche Durchgang neben dem Empfangsgebäude ist wieder offen:

20130809DurchgangVor Beginn des Bahnhofumbaus hat es an dieser Stelle keinen Durchgang gegeben, auch wenn gelegentlich etwas anderes behauptet wird. Nachdem hier aber im Verlauf der Umbauarbeiten ein Durchgang geschaffen wurde bzw. werden musste (sonst wäre der Bahnsteig nicht zu erreichen gewesen), ist man wohl auf den Geschmack gekommen. In der Folgezeit wurde nämlich bei verschiedenen Anlässen immer wieder die Wiedereröffnung des Durchgangs gefordert. Nun ist es also geschehen – wobei nicht auszuschließen ist, dass Personen selbst Hand angelegt und den Bauzaun an dieser Stelle beiseite geschafft haben. Somit bleibt abzuwarten, ob dieser Zustand Bestand haben wird.

Der Magistrat berichtet mal wieder

Vor ziemlich genau einem Jahr stellte die Fraktion „Die Linke“ im OBR 7 einen Antrag zur Behebung diverser Mängel am Rödelheimer Bahnhof (siehe auch Blogeintrag vom 9. August 2012). Nachdem es zum Ende des vergangenen Jahres einen Zwischenbescheid gab (siehe Blogeintrag vom 23. Dezember 2012) gibt es nun einen abschließenden Bericht, der unter dem Aktenzeichen B 381 im PARLIS nachzulesen ist.

Westseite wird Wahlk(r)ampfthema

Als ich heute die Tagesordnungspunkte der nächsten OBR-Sitzung am 18. Juni 2013 las und dabei über den Antrag OF 295/7 der CDU zum Bebauungsplan Rödelheimer Bahnhof Westseite stolperte, ist mir spontan bewusst geworden, dass demnächst wieder Wahlkampf-Theater veranstaltet wird. Am 22. September 2013 wird ja nicht nur der Bundestag gewählt, sondern auch der hessische Landestags und wie wohl jede andere Partei auch möchte auch die CDU ihre Position behaupten.

Was liegt zur Erreichung dieses Zieles näher, als sich bürgernah zu geben und die Punkte in einem Antrag aufzunehmen, die bei der Bürgerfragestunde zum Bebauungsplan am 9. April diskutiert und dem Stadtplanungsamt als „zu prüfen“ mitgegeben wurden? Nur das „zu installierende ausreichende Sicherheitssystem“ (Videokameras, was sonst …) wurde nicht im Rahmen der Bürgerfragestunde besprochen. Aber das musste wohl mit in den Antrag, damit die CDU diesem noch mal so richtig den Stempel aufdrücken konnte. Die CDU geriert sich ja immer gern als „Law and Order“-Partei (konnte man jüngst erst am vergangenen Wochenende sehen …).

Ich hätte es begrüßt, wenn dieser Antrag aus dem Gesamt-OBR gekommen wäre, aber parteiübergreifende Zusammenarbeit ist in Wahlkampfzeiten wohl nur ein Wunschdenken. Daher kann ich nur hoffen, dass nicht zu viele Bürger auf diese Art des Stimmenfangs hineinfallen werden.

Gestaltungskonzept Westseite online!

Das am 9. April 2013 im Rahmen einer Sitzung des Ortsbeitrats vorgestellte Gestaltungskonzept für die Westseite des Bahnhofs ist nun auf den Seiten des Stadtplanungsamtes online verfügbar!

Klick mich!

Der Link ist auch in der rechten Info-Spalte unter „Arbeitskreis Westlich Rödelheimer Bahnhof“ zu finden.

Gefloppt

Die FDP ist mit ihrem Begehren, den Baruch-Baschwitz-Platz – trotz der bereits laufenden Umgestaltungsarbeiten – doch noch so zu gestalten, dass dort ein Wochenmarkt stattfinden könnte, in der OBR-Sitzung der vergangenen Woche gescheitert (siehe NR 557). Alles andere hätte mich persönlich auch gewundert.

Die in der gleichen Sitzung vorgestellten Pläne zur Gestaltung der Westseite des Rödelheimer Bahnhofs habe ich leider immer noch nicht online entdecken können.

Nicht wirklich Weltbewegendes

Bei der gestrigen Sitzung des OBR 7 waren ja ein weiteres Mal Vertreter des Stadtplanungamtes eingeladen, um im Rahmen der Bürgerfragestunde den aktuellen Stand zur Gestaltung der Westseite des Rödelheimer Bahnhofs vorzustellen.

Nach der letzten Sitzung des Arbeitskreises „Westlich Rödelheimer Bahnhof – Breitlacherstraße“ am 27. März 2012 hatte man sich Gedanken zur Gestaltung des Platzes rund um den Busbahnhof gemacht. Hierbei ging es im wesentlichen um die Frage, wie Bäume, Sitzbänke und Fahrradabstellplätze angeordnet werden sollen. Dabei wurden drei Varianten erarbeitet, die zur Diskussion gestellt wurden.

Das eine dieser Varianten – passenderweise „Platz im Platz“ genannt – eine etwas größere, unbebaute Fläche vorsieht, war natürlich Wasser auf den Mühlen der Leute, die sich einen Wochenmarkt in Rödelheim wünschen. Angeblich will man sich bereits mit der „Managementgesellschaft für Markt und Hafen“ als Veranstalter der Frankfurter Wochenmärkte über Bedingungen und Konditionen für die Durchführung eines solchen Marktes unterhalten haben. Angesichts der vorgetragenen Argumente kann ich mir das aber nicht so recht vorstellen. Insbesondere fand ich abfällige Bemerkungen über die Anzahl der geplanten Fahrradabstellplätze (ca. 80) und über die Bepflanzung des Platzes mit Bäumen (sinngemäß: Auf vier oder fünf Bäume mehr oder weniger kommt es auch nicht an, Bäume sind immer im Weg, wer braucht schon Bäume) weder sachlich, noch zielführend. Zusätzlich wurde auch noch bestritten, dass stehendes Leitungswasser, wie es für einen Marktbetrieb erforderlich ist, verkeimen könne. Wie dem auch sei, man wolle die Möglichkeit prüfen, einen Wochenmarkt einzurichten.

Weil sich derart an diesem „Platz im Platz“ festgebissen wurde, sind die beiden anderen Vorschläge zur Platzgestaltung mehr oder weniger unter den Tisch gefallen. Somit dürfte klar sein, welche Variante realisiert wird.

Bleibt nur noch die Frage, wann es denn nun los gehen soll: Bis alle Diskussionen abgeschlossen und Genehmigungsschritte durchlaufen sind, düfrte ein weiteres Jahr ins Land gehen. Somit ist frühestens in einem Jahr mit dem Baubeginn zu rechnen – und dann muss erst eimal der Supermarkt verschwinden und die Fläche vorbereitet werden. Für die Zeitdauer vom Abriss des Supermarktes bis zur ersten Abfahrt eines Busses vom neuen Busbahnhof wurden 1 1/2 Jahre veranschlagt. Mit anderen Worten: Die Gestaltung der Westseite ist frühestens Anfang 2016 abgeschlossen.